Planungsphase

Der Zweck dieser Gespräche liegt darin, die Mitglieder der für die Zielgruppen zuständigen Einrichtungen über HIPPY zu informieren und mit ihnen über die Implementierung eines solchen Programms vor Ort zu diskutieren. Es ist Aufgabe dieser Einrichtungen darüber zu entscheiden, ob HIPPY für sie ein wichtiges Angebot ist. Des weiteren können in dieser Runde auch mögliche Hindernisse, die bei der Programmdurchführung auftauchen können (z. B. häufige Umzüge von Familien, kulturell bedingte Skepsis gegenüber Hausbesuchen) diskutiert werden. Darüber hinaus können sie auch in die Überlegungen zu möglichen Finanzierungsquellen für das Programm mit einbezogen werden.
Diese Gespräche können dazu führen, dass eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die eine Bedarfserhebung (s. Bedarfsanalyse) durchführt und/oder potenzielle Finanzierungsquellen ausfindig macht. Zu diesen Treffen sollten insbesondere Vertreter der folgenden Organisationen eingeladen werden:

  • MitarbeiterInnen von Vorschul- und Schuleinrichtungen, Frühfördereinrichtungen sowie RektorInnen von Schulen der Primarstufe;
  • Vertreter von Einrichtungen für die Zielgruppe (z. B. Migrantenvereine, Elternvereine);
  • VertreterInnen von Jugendamt und Gesundheitsamt
  • Stadtratsmitglieder;
  • VertreterInnen potenzieller Geldgeber, wie private Sponsoren, Stiftungen, Träger von Maßnahmen nach BSHG, Arbeitsverwaltung, Projekt Soziale Stadt etc.

Wenn vor Ort bereits ein entsprechender Arbeitskreis besteht, ist es ratsam, sich in dessen Aktivitäten einzubinden und dort das Anliegen HIPPY voranzutreiben.

Das HIPPY Programm kann nur eine Komponente dieser Dienstleistungen sein. Eine gründliche Analyse stellt sicher, dass es einen wirklichen Bedarf für ein HIPPY Programm gibt. Die Entscheidung über die Einführung von HIPPY sollte auf der Grundlage von aktuellen Informationen über die Zielgruppe und einer sorgfältigen Überprüfung bloßer Annahmen und Vermutungen getroffen werden.

Beantragung

Jede(r) Träger/Kommune, der/die HIPPY in ihr Arbeitsprogramm aufnehmen möchte, muss dafür bei HIPPY-Deutschland einen Antrag stellen.
Hierfür stellt HIPPY Deutschland e.V. Formblätter zur Verfügung. Die Daten der ausgefüllten Formblätter bilden die Grundlage für HIPPY Deutschland e.V., die Gegebenheiten vor Ort einzuschätzen.
HIPPY muss in eine Organisation eingebunden sein, die anerkannter Träger der Jugendhilfe ist oder einem Wohlfahrtsverband angehört.

Auswahl einer Koordinatorin

Nach der Lizenzerteilung durch HIPPY Deutschland kann mit dem Aufbau eines Programms vor Ort begonnen werden. Es ist jetzt notwendig, eine qualifizierte Person für die Position der Koordinatorin auszuwählen. Die Koordinatorin ist verpflichtet an einem HIPPY Training teilzunehmen.

Hier erfährt die Koordinatorin, was für die Durchführung eines HIPPY Programms erforderlich ist.